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Migräne : Mit dem Expertenwissen kommt der Schmerz | Ratgeber Kopfschmerz


Kopfschmerz-Experten und Neurologen leiden sehr viel häufiger an Migräne als der Durchschnitt der Bevölkerung. Das fanden Wissenschaftler des Universitätsklinikums Münster heraus. Woran das liegt und warum die selbst betroffenen Ärzte ihre Patienten anders behandeln, sagt Professor Stefan Evers in unserem Interview.

Warum ist Migräne unter Kopfschmerz-Experten stärker verbreitet als in der Normalbevölkerung?

Dafür gibt es keine eindeutige Erklärung. Für die grundsätzliche Entscheidung zum Medizinstudium scheint die eigene Betroffenheit keine Rolle zu spielen. Wir haben in unserer Untersuchung aber Hinweise darauf gefunden, dass sie die Wahl der Spezialisierung in Richtung Neurologie oder Schmerztherapie beeinflusst. Bei einigen, etwa Ärzten mit Clusterkopfschmerz, war ihre Erkrankung sogar explizit der genannte Grund.

via Migräne : Mit dem Expertenwissen kommt der Schmerz | Ratgeber Kopfschmerz.

Das ist sozusagen das Gegenteil von positivem Denken. Durch ständige Beschäftigung mit einem negativ behafteten Thema wächst die eigene Angst. Durch die erhöhte Aufmerksamkeit züchtet  man sich die Krankheit sozusagen heran. Das ist nicht nur bei Kopfschmerzen zutreffend – Das kann auch bei anderen Erkrankungen gut beobachtet werden.

Ralf Gabler

Personal Coach für körperliche und geistige Fitness



3 Kommentare zu “Migräne : Mit dem Expertenwissen kommt der Schmerz | Ratgeber Kopfschmerz”

  1. Wesna schrieb am 14.09.2009 um 08:53:

    Das ist ja sehr interessant! Man muss vielleicht diese Experten eine Therapie zum positiven Denken bieten, um sie die Angst vor die Sachen, die sie wissen, zu vermeiden!

    [ Link ]

  2. m. schrieb am 05.02.2010 um 21:13:

    Hallo Ihr Interessierten,

    ich habe erstens an der Studie teilgenommen und zweitens hat mein Doktorvater sie durchgeführt. Was nicht angekommen zu sein scheint: sowohl Migräne als auch Clusterkopfschmerz sind idiopathische Erkrankungen, d. h. die Neigung hierzu ist anlagebedingt. Will heissen, dass die Beschäftigung aus der Erkrankung heraus kommt, die auch vor dem Medizinstudium schon da war, und nicht umgekehrt. Der Stress des Arztberufs kann zwar dann zum Auftreten von Anfällen führen, aber bei nicht an Kopfschmerz erkrankten führt der Schichtdienst eher zu Spannungskopfschmerzen. Mit positiv/negativ Denken hat das leider nichts zu tun…ich würde mir meine Migräne gerne positiv wegdenken ;) )

    M.

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  3. Ralf Gabler schrieb am 06.02.2010 um 09:01:

    Hallo M.,
    na, das ist doch super sozusagen aus erster Hand Infos zu bekommen.
    Ich hoffe, du stehst auch für Fragen/Diskussion zur Verfügung:
    1. Wie definierst du anlagebedingt?

    2. Du schreibst der Stress im Arztberuf führt je nach Typ zu Spannungkopfschmerz oder zu Migräne. Hier die Frage:
    Hat JEDER Arzt Kopfschmerzen?

    Mit Hypnose (also nur durch “Denken”) lassen sich Schmerzen und die Schmerzreaktion verändern. Das ist zum Beispiel im zahnärztlichen Bereich und bei Operationen gut belegt.
    Also kann man auch Migräne, oder den vorhergegangenen Stressauslöser, wegdenken. Formell geht das z.B. mit Hypnose oder Trance, geht aber auch “einfach so”.

    Zudem verbessert gute Körpertherapie im Bereich “Schulter, Nacken” die Beschwerden von Migränepatienten deutlich. Es kommt zu kürzeren und selteneren Anfällen.

    Herzliche Grüße
    Ralf

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